ASSYRIA COUNCIL OF EUROPE
21 July 2011
Press Release
CONTROVERSIAL STATEMENT BY IRAQI PARLIAMENT SPEAKER DISAPPOINTS
ASSYRIAN COALITION
Uthama al-Nujaifi, speaker of the Iraqi Parliament, was welcomed on 12 July in a parliamentary
foreign affairs committee meeting in the European Parliament in Brussels. Mr al-Nujaifi, who
was heading a delegation of ten Iraqi MPs on the visit to the EU, stated that everything must be
done to ensure that Christians remain in Iraq. The European Union needs to support Iraq in this,
he said.
Mr al-Nujaifi failed however to acknowledge the constitutional right of Iraqi minorities to form
administrative units in areas inhabited by them. In an interview with the Assyrian journalist
Santa Essa, al-Nujaifi said there have been many voices calling for the Nineveh plain area to
form a new province, however, he claimed, he has neither received any request on it by the five
Iraqi Assyrian parliamentarians, nor has there been a discussion on it in the Iraqi parliament.
The Assyria Council of Europe regrets this claim by Mr al-Nujaifi as it is very clear that all rele-
vant political bodies in Iraq have received official requests on the proposed Nineveh plain solu-
tion. This is also evident by the written response issued by the Assyrian coalition in Iraq to shed
light on the controversial statement made by Mr al-Nujaifi. The Assyrian coalition is a gathering
of all Assyrian political groups in Iraq which is spear heading the Nineveh plain proposal.
Minorities in Iraq continue to suffer and are denied their constitutional rights of administering
their own areas according to article 125 of the Iraqi constitution.
Gestern, am 11. Juli, 125 Tage nach den Unruhen in Syrien wurde in den Nachrichten auf Suroyo TV das Manifest einer frisch gegründeten Partei verlesen. Von dieser ist bis jetzt nur der Name bekannt: „Gabo d’huyodo Suryoyo d’Souria“ (Syrian Syriac Union Party).
Nicht alle Assyrer/ Suryoye sind für das Regime. Genauso wie es Syrer gibt, die in Syrien, Europa, oder Amerika für Al-Assad auf die Straße gehen, sein Bild hochheben und ihn als Beschützer verehren, gibt es auch viele, die gegen dieses System sind. Die ADO (Assyrisch Demokratische Organisation) ist schon seit Jahren Mitglied der „Damaskus Deklaration“ – eine Vereinigung der syrischen Oppositionskräfte. Die ADO gilt als einzige Organisation unseres Volkes, die innerhalb Syriens oppositionell tätig ist. Aber auch außerhalb der ADO sind viele Assyrer dem Regime kritisch eingestellt.
Nach den ganzen Unruhen im Land, war es für mich vorhersehbar, dass sehr bald weitere Organisationen die Seiten wechseln werden; sei es als Akzeptanz der Realität oder auch aufgrund des hoffnungslosen Wartens auf die versprochenen Reformen. An sich ist es für mich legitim, dass sich eine neue Partei formiert, auch wenn deren Deklaration im Bezug auf Syrien genau das widerspiegelt, was bei einer schon vorhandenen Partei seit Jahren proklamiert wird. Ich weiß, dass nicht jeder Assyrer/Suryoyo sich mit jedem unserer Namen identifizieren will. Dies habe ich gelerrnt zu akzeptieren. Außerdem, entspricht der Inhalt der gestrigen Deklaration meiner Einstellung zum syrischen Regime.
Mag auch sein, dass es sich dabei gar nicht um die Namensthematik handelt, denn in der Politik gibt’s bekanntlich verschiedene Richtungen und Einstellungen, das gehört zu einer Demokratie und ist deshalb ein positives Zeichen. Auch schließe ich aus, dass "Gabo d’huyodo Suryoyo b’Lebnon", also die gleichnamige Partei im Libanon hinter dieser Partei steckt, die Art und Weise, wie darüber berichtet wurde spricht nicht dafür.
Dennoch werfen sich für mich einfach zu große Ungereimtheiten auf:
1. Die syrische Baath-Regierung ist in einer kritischen Phase. Die Opposition hat den Dialog mit dem Präsidenten boykottiert, und er versucht sich gerade eine Opposition ganz nach seinen Wünschen und seinem Geschmack zu schaffen. Einer Baath-Ideologie traue ich mittlerweile alles zu. Eine altbekannte Methode, die sich für dieses Regime bewährt hat, war es stets Marionetten schaffen, zu erziehen und einzusetzen. Die heutige Struktur der syrischen Gesellschaft singt ein Lied davon! Dabei waren oft die Minderheiten und deren „Vertreter“ die bestgeeigneten Figuren für dieses Spiel.
2. Die Tatsache, dass diese Neuigkeit ausgerechnet auf Suroyo TV verkündet wurde.
Seit Beginn der Unruhen ist damit das erste wirklich regimekritische Wort auf diesem Sender gesprochen worden. Suroyo TV, ein Medium, das innerhalb einer extrem panarabischen Diktatur wie Syrien solche Sendeprivilegien hat, wovon die Medien anderer nichtarabischen Minderheiten nur träumen können, kann nur treu zum Regime sein. Berichte über baath-kritische Vorgänge innerhalb des assyrischen Volkes – und davon gab es einige - wurden nie auch ansatzweise angesprochen. Am 20. Mai 2011 wurde der Sitz von ADO in Zalin (Kamishli) von syrischen Sicherheitskräften sabotiert. 13 Mitglieder des Politbüros wurden verhaftet. Diese Nachricht war Schlagzeile in vielen arabischen und internationalen Medien. Dutzende Anwälte, ob Moslems oder Christen, haben sich freiwillig gemeldet, um die Verhafteten nach dieser provokanten Aktion zu verteidigen. Suroyo TV (FrosHezwo d’amo Suryoyo Othuroyo Kaldoyo) hat kein einziges Wort darüber verloren!
Ein junger Assyrer namens Yacoub Hanna Shamoun wurde 1985 im Alter von 22 Jahren ohne Prozess und ohne Urteil in ein berüchtigtes damaszener Gefängnis verschleppt und sitzt bis heute in Haft. Seit 2001, der Zeitpunkt des ersten Lebenszeichens, wurde mehrmals versucht an ihm heranzukommen und ihn herauszuholen. Sowohl australische und schwedische Politiker als auch das Europaparlament widmeten sich diesem Fall. Seit zwei Monaten versuchen viele assyrische Jugendliche auf Facebook und im Internet allgemein, die Öffentlichkeit für seinen Fall zu gewinnen. Mehrere Anfragen wurden an Suroyo TV gesendet, vergeblich.Eine Antwort blieb aus! Für mich demonstriert dies die Ignoranz des Senders gegenüber kritischen Stimmen wie auch gegenüber den richtigen Problemen syrischen Minderheiten, damit die Propaganda des Regimes, sich als Beschützer von Minderheiten zu präüsentieren, weiterleben kann.
Solch eine „Unionspartei“, die unter solchen Umständen sich auf dem sogenannten „Unionssender“ präsentiert und bekannt macht, hat bei mir keine Glaubwürdigkeit, und ich rate jedem davon ab, sich in irgendeiner Art und Weise dieser neu gegründeten Pseudo-Oppositionspartei anzunähern bis sich bestätigt, wer hinter ihr steckt und was sie wirklich ist.
Gerade jetzt brauchen wir Klarheiten und klare Linien, mehr als je zuvor. Ob gewollt oder nicht, Syrien wird sich einem Veränderungsprozess stellen. In der Gestaltung dieses Prozesses liegt unsere Chance.
Shlome Lebonoye
Assyrian Blogger!
Am Sonntag, den 29. Mai 2011 fand um 17.00 Uhr eine Tagung über die politische Lage der Assyrer in der Türkei und dem Irak im Saal des Wiesbadener St. Marien-Kettler-Hauses statt. Veranstaltet wurde diese von der Assyrian Universal Alliance Germany Chapter (Raif Toma) und dem Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen (Sabo Akgül). Als Referentinnen waren die beiden Menschenrechtlerinnen und Journalistinnen Zeynep Tozduman aus Izmir (Türkei) und Marianne Brückl aus München eingeladen, die in ihren Vorträgen dem Publikum die aktuelle Situation der Assyrer in den beiden muslimisch dominierten Ländern präsentierten.
Über 50 Gäste kamen zu dem Abend, der den Anwesenden vieles an Fakten zu bieten hatte. Den Auftakt machte Zeynep Tozduman.
Zu Beginn hielt die Menschenrechtsaktivistin eine Schweigeminute ab, in der die Anwesenden der während des Völkermordes von 1915 ermordeten christlichen Assyrer gedachten. Das Thema Völkermord von 1915 war zentrales Thema ihres Vortrags, insbesondere die bis heute andauernde Leugnung des Genozids durch die Türkei. Dass man dies nicht so stehen lassen könne, zeigte sie durch Lösungen in Form von zwei aktuellen Projekten in Bezug auf die nationale Identität und die Muttersprache der Assyrer. Herr Sabo Akgül, Sprecher des assyrischen Zentralverbandes in Deutschland und europäischen Sektionen, sicherte ihr die Zustimmung und die volle Unterstützung der in Europa lebenden Assyrer für ihre beiden Projekten zu. Zugleich präsentierte die engagierte Schriftstellerin ihr neues Buch mit dem Titel „An der assyrischen Front eine Frau aus Kreta“.
Zeynep Tozduman informierte das Publikum umfassend über die Frage des Klosters Mor Gabriel und zeigte sich bestürzt über das Unrecht das gegenüber dem Kloster wie auch dem christlich-assyrischen Volk geschieht. Bereits zu Beginn der Verfahren um das im Jahr 397 erbaute und damit beinahe älteste syrisch-orthodoxe Kloster der Welt hat Zeynep Tozduman Ende 2008 eine assyrische Plattform in Izmir gegründet, die sie bis heute betreut. Obwohl die Menschenrechtlerin durch ihre Arbeit in ständiger Lebensgefahr schwebt und auch schon mehrere Drohungen erhalten hat, lässt sich die mutige Frau nicht von ihrem Ziel abbringen – den Minderheiten in der Türkei zur Seite zu stehen.Zusammen mit Freunden hat Zeynep Tozduman einen Verein ins Leben gerufen, der sich um die Belange der Assyrer in der Türkei kümmert. Ziel ist nicht nur die demokratische Öffnung der Türkei im Land selbst, sondern sie auch für die Assyrer in der Diaspora zu erreichen.
Ferner sprach die Menschenrechtsaktivistin über weitere Aktivitäten ihrer Gruppe. Für Zeynep Tozduman steht die Frage des Klosters Mor Gabriel nicht nur für dieses christliche Erbe in der Türkei, sondern betrifft alle syrischen Klöster wie auch das ganze assyrische Volk dort. Für sie steht es fest, dass durch die Enteignung des Beweises des Urchristentums weiteres Unrecht folgen wird und eine christenfreie Türkei bewirkt werden soll. Sie machte deutlich, dass sie sich für alle Minderheiten in der Türkei einsetzt und für die Gleichheit aller Menschen steht.Am Schluss ihres Vortrages rief sie zur Rückkehr der Assyrer in die Heimat auf.
Nach einer kurzen Pause widmete sich die Journalistin Marianne Brückl dem Thema Irak. Anhand von Zahlen ermordeter Christen aus den neuesten Menschenrechtsberichten (Hammurabi Menschenrechtsorganisation) und Statistiken (ankawa.com)vom 23. Mai 2011 verdeutlichte sie die brisante Situation der Minderheit im Land. Sie berichtete insbesondere über die vom Assyria Council of Europe (ACE), der Unrepresented Peoples and Nations Organization (UNPO) und Finland Assyria Association (FAA) organisierte Delegationsreise in den irakischen Norden, an der sie vom 27. März bis 03. Juni zusammen mit dem Vorsitzenden der AUA European Chapter, Shlimon Haddad, teilgenommen hatte.
Die Schwerpunkte Ihres Vortrages bildeten sowohl die Notwendigkeit der Durchsetzung einer autonomen Zone für die christliche Bevölkerung als auch der von der irakischen Zentralregierung forcierte demographische Wandel in den hauptsächlich von Christen besiedelten Gebiete. Mit authentischen Zitaten von Priester Louis Khassab vom Christian Affairs Committee in Bagdeda zeigte Marianne Brückl die Gefahr einer weiteren Dezimierung der indigenen Bevölkerung im Irak auf. „Die besten Grundstücke in der Stadt sind geplant, den Führern der schiitischen Gemeinde zu geben. Das geht gezielt auf die Christen, denn das passiert in keinem anderen Gebiet, nur in den christlichen Gebieten… Insgesamt sollen ca. 13.000 Grundstücke verteilt werden.“ hatte Khassab am 28. März 2011 geäußert. Mit einer zweiten, ähnlichen Aussage des Vizepräsidenten vom Concil of Notables in Bagdeda am gleichen Tag unterstrich sie die Bedeutung für die christliche Gemeinschaft im Norden des Irak. „Ein Problem, dem wir unglücklicherweise gegenüberstehen ist, dass die verteilten Grundstücke in den Gebieten liegen, die vom Artikel 140 der Irakischen Verfassung geschützt sind. So sind wir immer von den politischen Differenzen der Parteien in diesem Gebiet mit betroffen. …Im Augenblick müssen wir aufpassen, weil mit der Unterstützung einiger ursprünglicher politischer Kräfte und einiger politischer Parteien des irakischen Staates durch die Anmeldungen ein demographischer Wandel in die christlichen Gebiete gebracht werden soll.“.
Auch das Problem der fehlenden Sicherheit wurde von der Menschenrechtsaktivistin Brückl angesprochen. In welchem Maße dieser Umstand auch mitverantwortlich ist für die hohe Arbeitslosigkeit und die Scheu ausländischer Investoren, im Irak Firmen zu errichten, zeigte sie anhand eines Kreislaufes auf. „[…] wo es keine Sicherheit gibt, wird es auch keine Investoren aus dem Ausland geben. Und wo es keine Investitionen gibt, fehlt es an Infrastruktur und an Arbeit und wo es an Arbeit fehlt, fehlt es an Geld und wo es an Geld fehlt, fehlt es auch an Sicherheit.“ Dabei sprach sie auch die Zurückhaltung von EU-Geldern durch die irakische Zentralregierung an.
In ihrem Schlusswort mahnte die Journalistin, dass es keine Lösung sei, Tausende irakischer Christen nach Deutschland und in andere EU-Staaten zu holen, sondern dass es im Gegenteil es eine Verpflichtung der Regierungen sei, den Bedürfnissen und nationalen Rechten eines indigenen Volkes in der Schaffung einer Selbstverwaltung in den Ursiedlungsgebieten (Ninive-Ebene) als Teil des föderalen Irak Rechnung zu tragen und nicht nachzugeben in den Bemühungen, den selbstverständlichen, in echten Demokratien geltenden Menschenrechten und Gesetzen auch dort mit allen gebotenen Mitteln zu Anerkennung und Einhaltung zu verhelfen.
Die Menschenrechtsaktivistin machte noch darauf aufmerksam, dass man insbesondere die assyrische Jugend im Land als Hoffnungsträger unterstützen müsse, da sie die Zukunft für das Überleben der christlichen Bevölkerung im Irak darstellen.
Beide Referentinnen wurden mit viel Beifall des Publikums und Würdigung ihrer Arbeit für die verfolgten Minderheiten verabschiedet. Dass dieser Aktionismus für die Freiheitsrechte der unterdrückten und bedrohten Menschen in den Nahost-Ländern fortgesetzt werden kann, dafür bedarf es letztendlich noch wesentlich mehr der Unterstützung von Politik, Kirche und Gesellschaft.
Von Marianne Brückl
06.06.2011
Quelle
Bildquelle: qolo.de
In der letzten Woche haben sich auf Initiative der Inanna Foundation internationale sowie assyrische AkademikerInnen aus ganz Europa und den USA zusammengefunden, um eine Genozid-Konferenz abzuhalten. In dieser wurde über den Völkermord an den Assyrern, welcher sich im Jahre 1914-1918 im Osmanischen Reich (heutige Türkei) ereignet hat, debattiert. Renommierte Professoren, Doktoren, Promovierende und StudentenInnen sowie Aktivisten kamen zu dem akademischen Austausch in Rijssen, Holland, zusammen und arbeiteten intensiv in einem 5-tägigen Workshop an den Themen des Seyfo, ein metaphorischer Begriff, der die Jahre des Schwertes (1914-18) mit dem die Assyrer(Suryoye) über 60% ihrer Gesamtbevölkerung verloren, symbolisiert.
Namen wie Prof. Dr. Hannibal Travis (Universität Florida), Prof. Dr. David Gaunt), Jan Bet-Sawoce (Universität Södertorn), Dr. Ton Zwaan (Center für Holocaust und Genozid Studien, Amsterdam), Dr. Ugur Ümit Ungör (Assistenz Professor, Universität Utrecht), Sabri Atman (Direktor von Seyfo Center) sind in der weltweiten Genozidforschung keine unbekannten Namen. Ebenso befanden sich unter ihnen anstrebende assyrische Historiker, die sich in ihrem Studium mit dem Schwerpunkt der `Modernen Assyrischen Studien` widmen: Aryo Makko (PhD Universität Stockholm) oder Sanherib Demir (M.A-Student, Universität Bielefeld).
Der Seyfo-Workshop wurde interdisziplinär geführt, Vertreter aus vielen verschieden akademischen Zunftbereichen waren anwesend und leisteten einen Beitrag für die Aufarbeitung der Tragödie von 1914-1918. Politikwissenschaftler, Linguisten, Kirchenhistoriker, Soziologen, Theologen, Psychologen, Künstler und Musiker partizipierten an dieser Konferenz.
Nach 97 Jahren haben es die Assyrer geschafft, den an ihnen begangenen Völkermord nicht nur zum Thema von einzelnen Pionieren wie Gabriele Yonan zu belassen, sondern haben es mit dem Seyfo-Workshop geschafft, einen akademischen Diskurs zu entwickeln. Angestrebte Ziele sind beispielsweise jene, Vorträge weltweit zu halten, Universitäten anzuregen sich der assyrischen Genozid-Frage anzunehmen sowie Studenten und Jungakademiker für ein derartiges Interesse auszubilden, Promotionsarbeiten und wissenschaftliche Texte über den Seyfo zu publizieren, und weitere Möglichkeiten sich mit dem “geleugneten und vergessenen Völkermord“ zu befassen. Fundament für ein derartiges Projekt ist bereits an der Universität Södertorn entstanden, an der ein Archiv aufgebaut wurde, welches gesammelte Material von 35 Jahren Arbeit beinhaltet. Ebenso läuft ein neues Projekt an, welches von den assyrischen Akademikern aus der ganzen Welt unterstützt wird und an der Universität Cambridge seinen Platz inne hat. Bei MARA- Modern Assyrian Research Archive- kann man die ganzen Materialien, welche sich mit der assyrischen Identität befassen, digitalisiert auffinden.
Das Programm des Workshop auf einen Blick: am Samstag wurde der Seyfo-Workshop mit dem Beitrag vom Historiker Prof. Dr. David Gaunt offiziell eröffnet. Danach folgten Vorträge von den Genozidforschern Dr. Ton Zwan und Dr. Ugur Ümit Üngör. Nach der Mittagspause nahmen Prof. Dr. Ciano Aydin (Philosoph), Dr. Önver Cetrez (Psychologe) und PhD. Aryo Makko (Politikwissenschaftler) das Thema des Seyfo aus den Sichten der jeweiligen Disziplinen auf.
Am Sonntag hielten Prof. Dr. Efrem Yildiz (Linguist), Prof. Dr. David Gaunt, Jan Bet-Sawoce (Leiter der Mesopotamien Bücherei/Archiv), Prof. Dr. Hannibal Travis (Jurist), Dr. Andrew Palmer (Linguist) Vorträge. Am Abend wurde das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Ephrem in Glane besucht.
Am Montag waren der Historiker Prof. Dr. Michael Abdalla aus Polen, Ph.D Scharbil Raid Gharib (Universität Tübingen), Sabri Atman (Seyfo Center), der Kirchenhistoriker Jan van Ginkel (Universität Leiden), der Vorsitzende der Yoken-Bar-Yoken Stiftung Abdulmesih BarAbraham und Ibrahim Seven (assyrischer Aktivist) mit ihren Beiträgen an der Reihe.
Dienstag wurde eine Reise in das 2-stündig entfernte Amsterdam unternommen, in der das Jüdische Museum sowie das Anne Frank Haus besucht wurden.
Am Mittwoch leisteten der assyrische Linguist Prof. Dr. Shabo Talay aus Norwegen, der Assyriologe Nineb Lamassu (Universität Cambridge), Naures Atto (PhD. Soziologin, Leiden), der Musiker und Oud-Spieler Mousa Elias, die Künstlerin Nahrin Malki sowie der Jungakademiker Sanherib Demir und die türkische Studentin aus der Sabanci Universität ihre Beiträge zu der Konferenz. Am gleichen Abend wurde eine Abschlussfeier veranstaltet, in der der Musiker Mousa Elias auf der Oud assyrische Klänge und Lieder vorspielte. Eine zusätzliche Ehrung wurde für Prof. Dr. David Gaunt vorgenommen, der wegen seinem Engagement und seiner intensiven Forschungstätigkeiten hinsichtlich der assyrischen Frage sowie dem Genozid, ausgezeichnet wurde.
Mehr Bilder von de Konferenz: Workshop Pictures
Quelle: Qolo.de
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ethnicity, culture, language, history and territory. Using symbols and ceremonies to
espouse such ideas, nationalist movements help bring people together to express the
solidarity of a nation. For any group of people, the hope of survival is attached
closely to a geographical territory.
Because of forced mass migration of Assyrians within the last century, the Assyrian
Universal Alliance (AUA) has recognized the need to strengthen our nation’s
connection to our ancestral homeland of Assyria. At its 25th World Congress in
Sweden, the AUA passed a resolution to recognize the First of Tammuz as Assyria
Day in order to remind our scattered people that we as Assyrians cannot and should
not forget the historic glory of our nation and must believe that one day Assyrians
will again live in our ancestral homeland of Assyria in peace and harmony with our
neighbors.
The historic Assyria is located in northern Iraq, stretching east to Lake Urmia in Iran,
north to the Turkish Harran, Edessa, Diyarbakir, Lake Van and the mountains of
Hakkâri, and west to Syria. Archeological sites confirm our claims to these regions.
Until the beginning of WWI, the Assyrian population remained settled in these
historic lands but because of targeted persecution and systematic massacres,
Assyrians were forced to move to new areas. Within the last half century, mass
migration of Assyrians to western countries has created a humanitarian crisis that no
world government has yet aimed to resolve.
Today Assyria is occupied by people who do not share political or historical rights to
the land. The government of Iraq has failed to recognize the constitutional right of
indigenous Assyrians to establish a province for them on their ancestral lands in the
northern territories of the country. To date Iraq's government and those of
neighboring states have failed to recognize the potential for peace and harmony the
establishment of an Assyrian province could provide. Precious Assyrian
archeological pieces are being stolen from the Baghdad museum with minimal
deterrence by state police in an attempt to eradicate the centuries of historic claims
Assyrians of Iraq hold to their ancestral lands.
Today we as children of Assyria have a responsibility to remember the beautiful
homeland of our forefathers, the ultimate destination for our scattered nation.
Executive Board
Assyrian Universal Alliance
Quelle: aua.net
Bildquelle: aina.org


