ASSYRIA COUNCIL OF EUROPE
21 July 2011
Press Release
CONTROVERSIAL STATEMENT BY IRAQI PARLIAMENT SPEAKER DISAPPOINTS
ASSYRIAN COALITION
Uthama al-Nujaifi, speaker of the Iraqi Parliament, was welcomed on 12 July in a parliamentary
foreign affairs committee meeting in the European Parliament in Brussels. Mr al-Nujaifi, who
was heading a delegation of ten Iraqi MPs on the visit to the EU, stated that everything must be
done to ensure that Christians remain in Iraq. The European Union needs to support Iraq in this,
he said.
Mr al-Nujaifi failed however to acknowledge the constitutional right of Iraqi minorities to form
administrative units in areas inhabited by them. In an interview with the Assyrian journalist
Santa Essa, al-Nujaifi said there have been many voices calling for the Nineveh plain area to
form a new province, however, he claimed, he has neither received any request on it by the five
Iraqi Assyrian parliamentarians, nor has there been a discussion on it in the Iraqi parliament.
The Assyria Council of Europe regrets this claim by Mr al-Nujaifi as it is very clear that all rele-
vant political bodies in Iraq have received official requests on the proposed Nineveh plain solu-
tion. This is also evident by the written response issued by the Assyrian coalition in Iraq to shed
light on the controversial statement made by Mr al-Nujaifi. The Assyrian coalition is a gathering
of all Assyrian political groups in Iraq which is spear heading the Nineveh plain proposal.
Minorities in Iraq continue to suffer and are denied their constitutional rights of administering
their own areas according to article 125 of the Iraqi constitution.
Neue Kirche in Kirkuk geweiht – Zeichen der Hoffnung
(Kirkuk) In Kirkuk wurde eine neue chaldäische Kirche eingeweiht. Die Kirchweihe fand am Donnerstag, 07.07.2011 im Stadtteil Sikanayan statt, rund zehn Kilometer von der Altstadt entfernt. Die neue Kirche wurde dem Apostel Paulus geweiht, weil der kurdische Ortsname Sikanayan „zu den Drei Brunnen“ bedeutet und außerhalb der Stadtmauern liegt, genau wie die Kirche der Drei Brunnen in Rom, die an den Ort erinnert, an dem der Apostelfürst sein Martyrium erlitt. Sikanayan ist ein neuer Stadtteil, der von christlichen Familien errichtet wird, die als Flüchtlinge aus anderen Teilen des Iraks nach Kirkuk kamen. Inzwischen stehen bereits 200 Häuser, weitere befinden sich im Bau. Der Boden wird den Familien kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die Weihe der Kirche nahm der Erzbischof von Kirkuk, Msgr. Louis Sako vor. In seiner Predigt ermutigte er die Christen, im Land zu bleiben und ihren Glauben mit Zuversicht und Mut zu bezeugen. An den Feierlichkeiten nahmen auch Vertreter der Provinzverwaltung, die Scheichs der Gegend und einige Imame teil. Die chaldäische Schola sang Hymnen und Psalmen. Fürbitten wurden auch von einem moslemisch-arabischen Scheich, einem Kurden und einem Turkmenen vorgetragen. Ein Iman sprach in Gebetsform den Wunsch aus, daß der Ort „immer heilig sei“ und die Christen hier Gott anbeten und preisen können.
Der Erzbischof von Kirkuk hielt eine auf Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen den Moslems und den verschiedenen Volksgruppen ausgerichtete Predigt: „In diesem Zusammenhang möchte ich nicht nur allen danken, die dazu beigetragen haben, daß diese Kirche erbaut werden konnte, sondern auch allen, die am Mikrokosmos, am Mosaik Kirkuk mitgewirkt haben. Die Bürger Kirkuks müssen zusammenhalten und zusammenarbeiten, damit bessere Zeiten möglich werden.“
Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews
Bild: Asianews
Quelle: www.katholisches.info
Inhalt:
- Interparlamentarische Tagung verabschiedet Genozid-Resolution
- Assyrische Geistliche Beunruhigt über Unruhen in Syrien
- Assyria Council of Europe "ACE" legt weiteren Meilenstein für den Schutz der Assyrer
- Dora zieht vorerst nicht ins Parlament ein
- Seyfo-Workshop mit Akademiker aus Europa und USA
- Interview mit Marin Savci
- Wut, Mut und Tränen (Gedicht)
- AJM moves to Chicago
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ACSA TV: Ozcan Kaldoyo und Sait Yildiz diskutieren über die Lage in Syrien, speziell über Yacoub Hanna Shamoun und über chrisliche Syrer in Europa, die das syrische Regime verteidigen. Abschließend thematisieren sie die Lage in der Türkei nach den letzten Wahlen.
Video anschauen: http://www.acsatv.com/index.php?sid=8&aID=1414
Hunderte Syrer aus der Türkei und den angrenzenden syrischen Provinzen waren dabei, als das erste städtische Gottes- und Kulturzentrum seit dem Osmanischen Reich im türkischen Adiyaman vergangenen Sonntag wieder eröffnet wurde.
Seit Gründung der Türkischen Republik im Jahre 1923 war das Gottes- und Kulturhaus in der zentralanatolischen Stadt Adiyaman geschlossen. Über neun Jahre kämpften die syrisch-orthodoxen Christen für die Wiedereröffnung – am vergangenen Sonntag war es soweit. Am gleichen Tag öffnete auch die „Mor Petrus und Mor Paulus Kirche“ wieder ihre Tore, die bereits am Samstag vom Erzbischof von Adiyaman, Mor Gregorius Melki Ürete, und dem Istanbuler Erzbischof Yusuf Çetin geweiht wurde. Syrer aus den östlichen Provinzen Syriens, der Türkei aber auch aus Deutschland, Norwegen und den USA nahmen daran teil.
Im letzten Jahr wurden in Midyat Yemişli, im Südosten der Türkei, ebenfalls zwei Kirchen nach 30 Jahren wieder geöffnet, die „Mor Esayo“ und die „Mor Kuryakus“. Wie bei der „Mor Petrus und Mor Paulus Kirche“ wurde auch deren Restaurierung allein durch Spenden der syrisch-orthodoxen Christen aus der Türkei und dem Ausland finanziert. Insgesamt gibt es in der Türkei vier Diözesen: in Istanbul, Adiyaman, Midyat/ Tur Abdin und Mardin.
Quelle: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/07/133335/
Seit Gründung der Türkischen Republik im Jahre 1923 war das Gottes- und Kulturhaus in der zentralanatolischen Stadt Adiyaman geschlossen. Über neun Jahre kämpften die syrisch-orthodoxen Christen für die Wiedereröffnung – am vergangenen Sonntag war es soweit. Am gleichen Tag öffnete auch die „Mor Petrus und Mor Paulus Kirche“ wieder ihre Tore, die bereits am Samstag vom Erzbischof von Adiyaman, Mor Gregorius Melki Ürete, und dem Istanbuler Erzbischof Yusuf Çetin geweiht wurde. Syrer aus den östlichen Provinzen Syriens, der Türkei aber auch aus Deutschland, Norwegen und den USA nahmen daran teil.
Im letzten Jahr wurden in Midyat Yemişli, im Südosten der Türkei, ebenfalls zwei Kirchen nach 30 Jahren wieder geöffnet, die „Mor Esayo“ und die „Mor Kuryakus“. Wie bei der „Mor Petrus und Mor Paulus Kirche“ wurde auch deren Restaurierung allein durch Spenden der syrisch-orthodoxen Christen aus der Türkei und dem Ausland finanziert. Insgesamt gibt es in der Türkei vier Diözesen: in Istanbul, Adiyaman, Midyat/ Tur Abdin und Mardin.
Zahl der syrisch-orthodoxen Christen auf 9000 gesunken
In der türkischen Bevölkerung bilden Christen nur eine Minderheit von zwei Prozent. Nach dem Völkermord von 1915/ 16, bei dem 1,5 Millionen armenische und 500.000 syrisch-orthodoxe Christen starben, sank die Zahl der syrisch-orthodoxen Christen in den letzten Jahrzehnten auf rund 9.000. Hervorgegangen aus der urchristlichen Gemeinde von Antochien, die von Petrus gegründet wurde, zählt die syrisch-orthodoxe Kirche zu einer der ältesten christlichen Kirchen überhaupt.Quelle: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/07/133335/
Für die Renovierung der antiken Stadt Babylon stellt die irakische Regierung 10 Millioen US-Dollar. Der Grund ist, die Regierung will Babylon zu archäologischen Kulturhauptstadt ernennen.
Quelle: http://www.alarabonline.org/index.asp?fname=\2011\07\07-03\432.htm&dismode=cx&ts=3-7-2011%2011:11:11
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| Yacoub Hanna Shamoun |
Yaqoub Hanna Shamoun, geboren im Jahr 1963 in Amuda, Syrien, wurde 1985 im Alter von 22 Jahren ohne Prozess verhaftet. Er wurde am 02.07.1985 mit seinem älteren Bruder ohne Grund in Qamischli/Syrien verhaftet. Seitdem wurden in Syrien mehrere Amnestien erlasen, jedoch blieb Yacoub immernoch im Haft. Eine Gruppe in Facebook unter dem Namen "Assyrians for Existance and Freedom" hat am Tag seiner 26. jährigen Verhaftung zu einer Solidaritätskampagne für Yacoub aufgerufen, die fast 1500 Mitglieder fordern mit Unterstützung von "Assyrian Human Rights Network" die sofortige Freilassung des Gefangenen Yacoub Hanna Shamoun, der am 2.07.1985 grundlos und ohne Gerichtsurteil in Syrien verhaftet wurde. Sie Rufen alle Menschen auf, intensiv an der Kampagne teilzunehmen, indem sie Ihre Profilbilder mit Yacoubs Foto tauschen und versuchen ihren Bekantenkreis und die Öffentlichkeit aufmerksam zumachen.
The Story of Yacoub Hanna Shamoun
Yacoub Hanna Shamoun, an Assyrian (Syriac), was born in the town of Amouda, Syria in 1963. In 1972, due to economic hardship, his family moved to Lebanon seeking a better life. At the time, Yacoub was only 9 years-old and his brother Fawaz (born 1966) was only 6. As teenagers in Lebanon, Yacoub and his brother Fawaz gave up schooling at an early age and began working multiple jobs in order to assist their struggling family.
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| Yacoub Hanna Shamoun |
Syrian laws require mandatory military service of a male once reaching the age of 18. This prohibited the Shamoun family from returning to Syria for fear of prosecution of their children Yacoub and Fawaz, as they had reached the age of 18 and did not report to military duty. However, in 1985, the late Syrian President Hafez al-Assad issued a general pardon for all individuals who had not reported to military service, declaring that anyone who had not reported will not be prosecuted but rather will be allowed to join the military service. Many Syrian families rejoiced this amnesty, including the Shamoun family who returned to Syria and their sons Yacoub and Fawaz reported to the Military Service Division in Qamishli, Syria.
On July 2, 1985, the Syrian State Security Forces arrested both brothers Yacoub and Fawaz Hanna Shamoun from their home and took them to the State Security Headquarters in Qamishli, where they were detained and tortured for weeks. After that the two brothers completely vanished and their whereabouts became unknown. Despite numerous attempts by the family to learn more about them, they were always denied any information about their children. Some even told the family to consider them dead and to give up hope of seeing their sons alive again and to stop pursuing this issue.
However, 11 years later, in 1996, the younger sibling Fawaz Hanna Shamoun was released without a trial. When Fawaz was erroneously arrested in 1985, he was 19 years-old, and when he was released in 1996, he was 30 years of age. Upon the release of Fawaz, the family’s hopes of seeing their sons alive were ignited once again. But the fate of “Yacoub Hanna Shamoun” remained unknown for years. In 2001, and after numerous attempts, the family was informed by one of Syria’s Security Agencies that their son Yacoub is in the Saydnaya Prison, where many political prisoners are detained without trial.
For years, Yacoub has been suffering from Inflammation of the Liver, and there are fears that due to lack of medical treatment, his condition has worsened and has developed into cancer. In recent years, the family was given more assurances that Yacoub is still alive in the Saydnaya Prison, where he has been detained without a trial for 26 years. When Yacoub Hanna Shamoun was immorally arrested in 1985, he was 22 years-old, today he is 48 and still awaiting trial. For years, Yacoub has been suffering from Inflammation of the Liver, and there are fears that due to lack of medical treatment, his condition has worsened and has developed into cancer.
It is worth noting that throughout the last 26 years, there have been many general pardons granted by the current and late Syrian President. Despite the fact that Yacoub Hanna Shamoun is covered by these pardons, he was never released nor allowed contact with his family or lawyer. On June 1, 2011, Syrian President Bashar al-Assad issued a general pardon granting full amnesty to all political prisoners in Syria, and although hundreds of political prisoners were released, but Yacoub Hanna Shamoun still remains in prison.
Quelle: http://en.ado-world.org/news/assyrian-news/article/1656
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Mehr über Yacoub Hanna Shamoun:
Lifetime Detention of an Assyrian in Syria Violates Human Rights
http://www.aina.org/news/20060405142412.htm
577 Signatures on the Solidarity Campaign of 2006
http://www.ahewar.org/camp/i.asp?id=53
Margareta Viklund: An Open Letter to the Ambassador of Syria
http://en.ado-world.org/news/syria/article/margareta-viklund-an-open-letter
European Parliament Meets Assyrian Politician on Assyrian Question
http://www.aina.org/news/20060428120107.htm
Parliamentary question: Prisoners being held without trial in Syria
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2006-1594+0+DOC+XML+V0//EN
Answer: Prisoners being held without trial in Syria
http://www.europarl.europa.eu/sides/getAllAnswers.do?reference=E-2006-1594&language=EN
The European MP letter to the Syrian Embassy
http://www.christiansofiraq.com/YacoubmJun16.html
The European Parliament’s recommendation to the Council on the conclusion of a Euro-Mediterranean Association Agreement
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A6-2006-0334+0+DOC+XML+V0//EN
Assyrian Man Remains in Arab Prison
http://www.zindamagazine.com/html/archives/2006/07.29.06/index_sat.php
Skriftlig fråga 2005/06:1349 Yacoub Hanna Shamoun
http://www.riksdagen.se/webbnav/index.aspx?nid=67&dtyp=frs&rm=2005/06&dok_id=GT111349&nr=1349
Svar på fråga 2005/06:1349 om Yacoub Hanna Shamoun
http://www.riksdagen.se/Webbnav/index.aspx?nid=71&dtyp=fs&rm=2005/06&nr=1349
Am Sonntag, den 29. Mai 2011 fand um 17.00 Uhr eine Tagung über die politische Lage der Assyrer in der Türkei und dem Irak im Saal des Wiesbadener St. Marien-Kettler-Hauses statt. Veranstaltet wurde diese von der Assyrian Universal Alliance Germany Chapter (Raif Toma) und dem Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen (Sabo Akgül). Als Referentinnen waren die beiden Menschenrechtlerinnen und Journalistinnen Zeynep Tozduman aus Izmir (Türkei) und Marianne Brückl aus München eingeladen, die in ihren Vorträgen dem Publikum die aktuelle Situation der Assyrer in den beiden muslimisch dominierten Ländern präsentierten.
Über 50 Gäste kamen zu dem Abend, der den Anwesenden vieles an Fakten zu bieten hatte. Den Auftakt machte Zeynep Tozduman.
Zu Beginn hielt die Menschenrechtsaktivistin eine Schweigeminute ab, in der die Anwesenden der während des Völkermordes von 1915 ermordeten christlichen Assyrer gedachten. Das Thema Völkermord von 1915 war zentrales Thema ihres Vortrags, insbesondere die bis heute andauernde Leugnung des Genozids durch die Türkei. Dass man dies nicht so stehen lassen könne, zeigte sie durch Lösungen in Form von zwei aktuellen Projekten in Bezug auf die nationale Identität und die Muttersprache der Assyrer. Herr Sabo Akgül, Sprecher des assyrischen Zentralverbandes in Deutschland und europäischen Sektionen, sicherte ihr die Zustimmung und die volle Unterstützung der in Europa lebenden Assyrer für ihre beiden Projekten zu. Zugleich präsentierte die engagierte Schriftstellerin ihr neues Buch mit dem Titel „An der assyrischen Front eine Frau aus Kreta“.
Zeynep Tozduman informierte das Publikum umfassend über die Frage des Klosters Mor Gabriel und zeigte sich bestürzt über das Unrecht das gegenüber dem Kloster wie auch dem christlich-assyrischen Volk geschieht. Bereits zu Beginn der Verfahren um das im Jahr 397 erbaute und damit beinahe älteste syrisch-orthodoxe Kloster der Welt hat Zeynep Tozduman Ende 2008 eine assyrische Plattform in Izmir gegründet, die sie bis heute betreut. Obwohl die Menschenrechtlerin durch ihre Arbeit in ständiger Lebensgefahr schwebt und auch schon mehrere Drohungen erhalten hat, lässt sich die mutige Frau nicht von ihrem Ziel abbringen – den Minderheiten in der Türkei zur Seite zu stehen.Zusammen mit Freunden hat Zeynep Tozduman einen Verein ins Leben gerufen, der sich um die Belange der Assyrer in der Türkei kümmert. Ziel ist nicht nur die demokratische Öffnung der Türkei im Land selbst, sondern sie auch für die Assyrer in der Diaspora zu erreichen.
Ferner sprach die Menschenrechtsaktivistin über weitere Aktivitäten ihrer Gruppe. Für Zeynep Tozduman steht die Frage des Klosters Mor Gabriel nicht nur für dieses christliche Erbe in der Türkei, sondern betrifft alle syrischen Klöster wie auch das ganze assyrische Volk dort. Für sie steht es fest, dass durch die Enteignung des Beweises des Urchristentums weiteres Unrecht folgen wird und eine christenfreie Türkei bewirkt werden soll. Sie machte deutlich, dass sie sich für alle Minderheiten in der Türkei einsetzt und für die Gleichheit aller Menschen steht.Am Schluss ihres Vortrages rief sie zur Rückkehr der Assyrer in die Heimat auf.
Nach einer kurzen Pause widmete sich die Journalistin Marianne Brückl dem Thema Irak. Anhand von Zahlen ermordeter Christen aus den neuesten Menschenrechtsberichten (Hammurabi Menschenrechtsorganisation) und Statistiken (ankawa.com)vom 23. Mai 2011 verdeutlichte sie die brisante Situation der Minderheit im Land. Sie berichtete insbesondere über die vom Assyria Council of Europe (ACE), der Unrepresented Peoples and Nations Organization (UNPO) und Finland Assyria Association (FAA) organisierte Delegationsreise in den irakischen Norden, an der sie vom 27. März bis 03. Juni zusammen mit dem Vorsitzenden der AUA European Chapter, Shlimon Haddad, teilgenommen hatte.
Die Schwerpunkte Ihres Vortrages bildeten sowohl die Notwendigkeit der Durchsetzung einer autonomen Zone für die christliche Bevölkerung als auch der von der irakischen Zentralregierung forcierte demographische Wandel in den hauptsächlich von Christen besiedelten Gebiete. Mit authentischen Zitaten von Priester Louis Khassab vom Christian Affairs Committee in Bagdeda zeigte Marianne Brückl die Gefahr einer weiteren Dezimierung der indigenen Bevölkerung im Irak auf. „Die besten Grundstücke in der Stadt sind geplant, den Führern der schiitischen Gemeinde zu geben. Das geht gezielt auf die Christen, denn das passiert in keinem anderen Gebiet, nur in den christlichen Gebieten… Insgesamt sollen ca. 13.000 Grundstücke verteilt werden.“ hatte Khassab am 28. März 2011 geäußert. Mit einer zweiten, ähnlichen Aussage des Vizepräsidenten vom Concil of Notables in Bagdeda am gleichen Tag unterstrich sie die Bedeutung für die christliche Gemeinschaft im Norden des Irak. „Ein Problem, dem wir unglücklicherweise gegenüberstehen ist, dass die verteilten Grundstücke in den Gebieten liegen, die vom Artikel 140 der Irakischen Verfassung geschützt sind. So sind wir immer von den politischen Differenzen der Parteien in diesem Gebiet mit betroffen. …Im Augenblick müssen wir aufpassen, weil mit der Unterstützung einiger ursprünglicher politischer Kräfte und einiger politischer Parteien des irakischen Staates durch die Anmeldungen ein demographischer Wandel in die christlichen Gebiete gebracht werden soll.“.
Auch das Problem der fehlenden Sicherheit wurde von der Menschenrechtsaktivistin Brückl angesprochen. In welchem Maße dieser Umstand auch mitverantwortlich ist für die hohe Arbeitslosigkeit und die Scheu ausländischer Investoren, im Irak Firmen zu errichten, zeigte sie anhand eines Kreislaufes auf. „[…] wo es keine Sicherheit gibt, wird es auch keine Investoren aus dem Ausland geben. Und wo es keine Investitionen gibt, fehlt es an Infrastruktur und an Arbeit und wo es an Arbeit fehlt, fehlt es an Geld und wo es an Geld fehlt, fehlt es auch an Sicherheit.“ Dabei sprach sie auch die Zurückhaltung von EU-Geldern durch die irakische Zentralregierung an.
In ihrem Schlusswort mahnte die Journalistin, dass es keine Lösung sei, Tausende irakischer Christen nach Deutschland und in andere EU-Staaten zu holen, sondern dass es im Gegenteil es eine Verpflichtung der Regierungen sei, den Bedürfnissen und nationalen Rechten eines indigenen Volkes in der Schaffung einer Selbstverwaltung in den Ursiedlungsgebieten (Ninive-Ebene) als Teil des föderalen Irak Rechnung zu tragen und nicht nachzugeben in den Bemühungen, den selbstverständlichen, in echten Demokratien geltenden Menschenrechten und Gesetzen auch dort mit allen gebotenen Mitteln zu Anerkennung und Einhaltung zu verhelfen.
Die Menschenrechtsaktivistin machte noch darauf aufmerksam, dass man insbesondere die assyrische Jugend im Land als Hoffnungsträger unterstützen müsse, da sie die Zukunft für das Überleben der christlichen Bevölkerung im Irak darstellen.
Beide Referentinnen wurden mit viel Beifall des Publikums und Würdigung ihrer Arbeit für die verfolgten Minderheiten verabschiedet. Dass dieser Aktionismus für die Freiheitsrechte der unterdrückten und bedrohten Menschen in den Nahost-Ländern fortgesetzt werden kann, dafür bedarf es letztendlich noch wesentlich mehr der Unterstützung von Politik, Kirche und Gesellschaft.
Von Marianne Brückl
06.06.2011
Quelle
Bildquelle: qolo.de
Inhalt:
- Linda George wird Botschafterin für AWB
- Augsburger mixen Sport, Nightlife und assyrische Kultur
- Erster Assyrer ins türkische Parlament gewählt
- AUA führt Assyrientag ein
- AUA Jugend in Den Haag
- Seyfo Center Interview mit Prof. Travis
- Interview mit Ider Yacoub
- Seyfo Center Interview mit Prof. Travis
- Syrien: Lösung weiterhin nicht in Sicht
- 02. Juli Sommer Event in Gütersloh
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ethnicity, culture, language, history and territory. Using symbols and ceremonies to
espouse such ideas, nationalist movements help bring people together to express the
solidarity of a nation. For any group of people, the hope of survival is attached
closely to a geographical territory.
Because of forced mass migration of Assyrians within the last century, the Assyrian
Universal Alliance (AUA) has recognized the need to strengthen our nation’s
connection to our ancestral homeland of Assyria. At its 25th World Congress in
Sweden, the AUA passed a resolution to recognize the First of Tammuz as Assyria
Day in order to remind our scattered people that we as Assyrians cannot and should
not forget the historic glory of our nation and must believe that one day Assyrians
will again live in our ancestral homeland of Assyria in peace and harmony with our
neighbors.
The historic Assyria is located in northern Iraq, stretching east to Lake Urmia in Iran,
north to the Turkish Harran, Edessa, Diyarbakir, Lake Van and the mountains of
Hakkâri, and west to Syria. Archeological sites confirm our claims to these regions.
Until the beginning of WWI, the Assyrian population remained settled in these
historic lands but because of targeted persecution and systematic massacres,
Assyrians were forced to move to new areas. Within the last half century, mass
migration of Assyrians to western countries has created a humanitarian crisis that no
world government has yet aimed to resolve.
Today Assyria is occupied by people who do not share political or historical rights to
the land. The government of Iraq has failed to recognize the constitutional right of
indigenous Assyrians to establish a province for them on their ancestral lands in the
northern territories of the country. To date Iraq's government and those of
neighboring states have failed to recognize the potential for peace and harmony the
establishment of an Assyrian province could provide. Precious Assyrian
archeological pieces are being stolen from the Baghdad museum with minimal
deterrence by state police in an attempt to eradicate the centuries of historic claims
Assyrians of Iraq hold to their ancestral lands.
Today we as children of Assyria have a responsibility to remember the beautiful
homeland of our forefathers, the ultimate destination for our scattered nation.
Executive Board
Assyrian Universal Alliance
Quelle: aua.net
Bildquelle: aina.org









